Elisabeth
From: Austria
Stayed at None
Wie in dem fantastischen Reiseführer “Kalabrien & Basilikata” von Annette Krus-Bonazza beschrieben, bietet die Piccola Università Italiana in Tropea rund ums Jahr in Einzel-, Paar - und Kleingruppenunterricht bei qualifizierten Lehrkräften die Möglichkeit, die italienische Sprache auf allen Leistungsniveaus zu erlernen.
Meinen ersten Kontakt mit der Piccola Università Italiana hatte ich im Jänner 2008 bei einer Internetrecherche zum Thema Italienischsprachkurse in Sizilien und Kalabrien. Das Foto vom tiefblauen Meer auf der Homepage der Piccola Università Italiana und die Beschreibungen der Schule und der Freizeitangebote haben mich gleich sehr beeindruckt. Wie ich einige Wochen später bei der Beratung für Sprachferien in der Dante Alighieri Gesellschaft in Klagenfurt nochmals interessante Unterlagen und positive Informationen über diese Sprachschule in Tropea erhalten habe, war meine Entscheidung getroffen, dass ich im September 2008 für zwei Wochen zum Sprachkurs nach Tropea fahren wollte. Nach der Anmeldung per Internet begann auch gleich die Betreuung per email durch mehrmalige Information über die Möglichkeiten für die Anreise und Vereinbarungen über Abholung am Ankunftstag.
In der zweiten Septemberwoche, nach einer Woche Auto-Rundreise durch Kalabrien mit allen Freuden und Genüssen, die diese südliche Region zu bieten hat, fand ich in Tropea eine wirklich ganz besondere Sprachschule vor.
Das Service der Piccola Università Italiana beginnt bei der vorher vereinbarten Abholung am Flughafen, am Bahnhof oder wie in meinem Fall von einem beliebigen Ort nahe bei Tropea, von dem aus man einfach anruft und man wird abgeholt. Die Unterbringung war die nächste erfreuliche Überraschung, ich bekam ein Zimmer in einer Dreipersonenwohnung im mittelalterlichen Zentrum von Tropea in einem hohen Palazzo.
Laut und lustig ging es dort zu in unserer kleinen „familia italiana“, wie wir uns nach vier Tagen bereits bezeichnet haben. Wir waren eine Informatikerin aus Polen, ein Jurist aus Spanier und ich, somit mussten wir in italienischer Sprache unser Zusammenleben wie Einkauf, Kochen oder andere Hausarbeiten, aber auch Feiern organisieren und haben dabei auch schon sehr viel gelernt.
In der Sprachschule wurde ich nach einem schriftlichen und mündlichen Einstufungstest in eine wirklich gut passende Kleingruppe mit weiteren 5 Schülerinnen eingeteilt. Wir hatten täglich vier Stunden Unterricht, von 9 bis 11 Uhr Grammatik und anschließend zwei Stunden Konversation, wo die zuvor gelernte Grammatik in verschiedenen interessanten und unterhaltsamen Themenbereichen vertieft wurde. Diese vier Stunden waren anstrengend und produktiv! Fast immer wurden wir mit Hausübungen in den Nachmittag entlassen. Es war zu erkennen, dass ein durchdachtes didaktisches Konzept das Leitbild für den Unterreicht bildete.
Von der Piccola Università Italiana wird ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm angeboten. So konnten am Nachmittag Schiffs-Exkursionen zu den Eolischen Inseln oder zu verschiedenen Badeküsten wie zB nach Capo Vaticano, wo das Wasser so klar wie Glas ist, gebucht werden.
Es wurden auch Kulturreisen zB nach Reggio Calabria in das Museo Nazionale mit den berühmten “Bronzi von Riace” oder nach Crotone, nach Gerace, nach Locri, sowie sportliche Aktivitäten wie Reiten am Strand, segeln oder geführte Mountainbike-Touren angeboten. Manche Angebote waren extra zu bezahlen.
Am Abend gab es ebenfalls eine Fülle von Angeboten wie Filme, Konzerte oder die ausgezeichnete Stadtführung durch Tropea.
Die gemeinsamen Abendessen mit Plaudern und Singen von italienischen Liedern (mit bereitgestellten Textbüchern und Gitarrenbegleitung) waren immer die Höhepunkte der Woche.
Antonio Lamantea, der Gründer der Piccola Università Italiana in Tropea, und sein Team betreuen alle Schüler hinsichtlich Sprachunterricht, Freizeitprogramm und freundschaftlicher Unterhaltung und Unterstützung so ausgezeichnet, dass viele Schüler, die ich dort getroffen habe, bereits zum dritten oder vierten Mal in Tropea waren (obwohl die An- und Abreise doch als etwas beschwerlich bezeichnet werden kann). Ich habe mich in Tropea sehr wohl gefühlt, habe viel gelernt und kann mir durchaus vorstellen, wieder einmal in diese wunderschöne Stadt mit den herrlichen Sandstränden, den freundlichen Bewohnern und der ausgezeichneten Sprachschule zu fahren.